Auftaktveranstaltung "Blühendes Porta Westfalica"

Auftaktveranstaltung "Blühendes Porta Westfalica"

Die Natur unterliegt zurzeit einem gravierenden Artenschwund. Über die Auswirkungen und Möglichkeiten, dem entgegen zu steuern, geht es beim Arbeitskreis "Blühendes Porta Westfalica".

Der festgestellte Rückgang der Insektenwelt nach Arten und Masse schreckte Anfang des Jahres viele Bürgerinnen und Bürger auf. Im Juni trafen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreter von Behörden, Verbänden und Vereinen, um über ein Konzept zur zukünftigen Pflege von städtischen Wege- und Straßenrändern zu diskutieren.

Zunächst veranschaulichte Landschaftsarchitekt Wolfgang Hanke die Beweg- und Hintergründe für die Erarbeitung dieses neuen Pflegekonzeptes. Insekten sind Nahrungsgrundlage für die Vogelwelt, für Amphibien und Reptilien und letztendlich auch für die Säugetiere. Für den Artenrückgang gibt es viele Gründe. Die naturverträgliche Straßen- und Wegrainunterhaltung ist eine Möglichkeit, dieser Entwicklung etwas entgegen zu setzen.

Straßen- und Wegeränder haben eine wichtige ökologische Vernetzungsfunktion. Tiere wandern und Pflanzen verbreiten sich entlang dieser Linienstrukturen. Durch geänderte Mähtechnik und -zeitpunkte mit Abfuhr des Mähgutes sollen die Wegraine wieder kraut- und blütenreicher werden. Wolfgang Hanke erläuterte die bereits stattfindende Kartierung der städtische Wege- und Straßenränder.

Dr. Albrecht von Lochow wies auf den „Lengericher Wegrain-Appell“ hin, mit dem sich die Teilnehmenden einer Fachtagung im Jahr 2014 an die Umweltminister von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, an die Landwirtschaftskammern, die Kreise, die Städte und Gemeinden, an Verbände, Landwirte, Imker, Jäger, Heimatvereine und alle Interessierten richteten. In dem Appell wird dazu aufgerufen, die Revitalisierung von Feld- und Wegrainen gezielt zu fördern. In diesem Kontext ist das Pflegekonzept der Stadt Porta Westfalica zu sehen, welches durch das Land über das Programm VITAL.NRW gefördert wird.

Das Vorgehen der Stadt Porta Westfalica erfuhr in der anschließenden Diskussion mit rund 50 Teilnehmern aus Verbänden, Behörden und Landwirtschaft sowie Naturschützern und interessierten Bürgern durchgehend Zustimmung. Fragen zur Umsetzung ergaben sich beispielsweise bezüglich der Verwertbarkeit des Mähgutes. Da Landwirtschaft und Naturschützer zusammentrafen, ergab sich eine rege Diskussion über die Möglichkeiten der Landwirtschaft zur Stärkung der Artenvielfalt. Eine erfolgreiche Revitalisierung ist zu erwarten - das wurde in der Veranstaltung deutlich - wenn anliegende Landwirte und Bürger das Konzept unterstützen und sich mit Anregungen und Vorschlägen selbst einbringen.

Nachdem im nächsten Jahr ein Probebetrieb mit der neuen Technik an Teilabschnitten gefahren werden soll, ist beabsichtigt, im Jahr 2020 die Endfassung des Konzeptes fertig zu stellen.

Am 5. Juli um 18.00 Uhr findet der nächste Termin zum Thema „blühendes Porta Westfalica“ statt, an dem zunächst vor Ort kartierte Wegeabschnitte angesehen werden sollen. Treffpunkt ist vor dem Rathaus I, Kempstraße 1 in Hausberge.

 

 

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