Welt-Pankreas-Krebstages

Welt-Pankreas-Krebstages

Anlässlich des Welt-Pankreas-Krebstages wurde das Kaiser Wilhelm-Denkmal am 19. November lila illuminiert. Die Aktion wurde initiiert vom Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. (AdP), einer bundesweit aktiven und besonders in Ostwestfalen und Minden engagierten Selbsthilfegruppe von an der Bauchspeicheldrüse erkrankten Menschen. Unterstützt wurde die Aktion vom Pankreaszentrum Minden am Universitätsklinikum Minden.

Bereits zum siebten Mal in Folge fand der weltweite Aktionstag zum Bauchspeicheldrüsenkrebs statt. Die US-Organisation „World Pancreatic Cancer Coalition (WPCC)“ richtet seit 2014 diese weltweite Kampagne aus. Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. ist Mitglied im WPCC und organisiert rund um den Aktionstag bundesweit Aktionen und Veranstaltungen. Durch die globale Zusammenarbeit steigern die gemeinnützigen Organisationen das weltweite Bewusstsein für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Motto-Farbe ist Lila. In Deutschland erkranken jährlich rund 15.000 Menschen an Krebs der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom). Betroffen sind Menschen meist nach dem 60ten Lebensjahr. Bei der Heilung der Erkrankung spielt die Operation die zentrale Rolle. Eine Chemotherapie muss häufig unterstützend eingesetzt werden. Die Behandlungen sind aufwändig und langwierig. Aus diesem Grunde ist die Selbsthilfe für die Betroffenen von großer Bedeutung. Hier holen sich Betroffene und Angehörige während und nach der Behandlung Rat und Unterstützung, denn trotz erfolgreicher Operation können Folgeprobleme, wie beispielsweise Diabetes oder Verdauungsbeschwerden auftreten. Der AdP wurde im Jahre 1976 von Betroffenen gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Dem Verein gehören 1600 Mitglieder in rund 60 Regionalgruppen an. Der Arbeitskreis steht unter der Schirmherrschaft der Stiftung Deutsche Krebshilfe (DKH). In Ostwestfalen hat der AdP 120 Mitglieder in insgesamt drei Regionalgruppen. Die Gruppen werden von Friedhelm Möhlenbrock geleitet. Seit vielen Jahren gibt es Kooperationen des AdP mit Kliniken, die sich auf dem Gebiet der Pankreas-Erkrankungen spezialisiert haben. Es sei wissenschaftlich belegt, dass große und komplexe Operationen, wie sie bei Pankreaskarzinomen erforderlich sind, sicherer und komplikationsärmer an Zentren erfolgen, die diese besonders häufig und durch Experten durchführen, teilt der AdP mit. Mit der Klinik für Klinik für Allgemeinchirurgie Viszeral-, Thorax- und Endokrine Chirurgie am Johannes Wesling Klinikum unter Leitung von Professor Dr. Berthold Gerdes und der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und unter Leitung von Professor Dr. Carsten Gartung, sowie der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Palliativmedizin unter Leitung von Professor Dr. Martin Griesshammer sei genau dies der Fall. Gemeinsam bilden sie das sogenannte Pankreaskarzinomzentrum-Minden (PKZM), welches 2013 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wurde. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.bauchspeicheldruese-pankreas-selbsthilfe.de sowie bei Friedhelm Möhlenbrock unter der Telefonnummer 05707-9009191 oder per Mail an AdP-Minden@web.de.

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