So war das damals…

So war das damals…

Im Mittelalter hatte die Geißel der Menschheit einen Namen: Die Pest! Rund ein Viertel der Bevölkerung wurde damals dahingerafft. Auch in Nammen wütete die Pest und kaum ein Hof blieb davon verschont – sowohl Menschen als auch das Vieh.

Wissenswertes aus der Heimat Von Christof Kuczera Da machte sich in der Vorweihnachtszeit der Schmied aus dem benachbarten Neesen gen Nammen auf. Er verließ seine hochschwangere Frau, um den Nammern zu helfen. Ein Feuerhaken (Pesthaken), also ein langer Stock mit einem Haken und einem Brettchen, um das Vieh aus den Ställen zu ziehen und den „Unberührbaren“ Nahrung zuzuschieben, half ihm bei seiner Aufgabe. Aber die Pest wütete und wütete. Da versammelte er alle gesunden Männer des Dorfes um sich. Gemeinsam beteten sie zu Gott und versprachen ihm einen dritten Feiertag, wenn er ihnen nur helfen würde. Ihr Gelübde bekräftigten sie, indem sie dreimal um die Laurentiuskapelle gingen. Und es geschah das Wunder: die Pest wich zurück! In den kommenden Tagen gab es keine weiteren Todesfälle, die erkrankten Menschen gesundeten – genauso wie das Vieh. Und als der Neeser Schmied zu seiner Frau zurückkehrte, schenkte diese ihm in der heiligen Nacht einen Sohn. Eine Nachbildung des Pesthakens steht heute in der Laurentiuskapelle. Das Original soll in einem Stützpfeiler hinter dem Altar eingebarbeitet worden sein. Bis zum 2. Weltkrieg feierten die Nammer den 3. Weihnachts-Feiertag und manche ansässigen Firmen und Unternehmen gaben ihren Mitarbeitern nach dem 2. Feiertag frei. Heute findet am 3. Feiertag ein Gottesdienst - meist in plattdeutscher Mundart - statt.

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