Für mehr Tourismus und mehr Lebensqualität in Porta

Für mehr Tourismus und mehr Lebensqualität in Porta

Stadt schließt neuen Vertrag mit dem TWW.

 

Natur, Kultur, Geschichte und Sehenswürdigkeiten – Porta Westfalica hat viel zu bieten. Vor allem Wanderer und Radfahrer wissen das zu schätzen. Um den Tourismus in Porta Westfalica weiter voranzubringen, hat die Stadt einen neuen Dienstleistungsvertrag mit dem Zweckverband Touristikzentrum Westliches Weserbergland (TWW) geschlossen.

Bei der Unterzeichnung zeigte sich Bürgermeisterin Dr. Sonja Gerlach erfreut über den Abschluss, mit dem der Natur- und Erlebnisraum Porta Westfalica für den Tourismus weiter erschlossen werde. „Wir sehen, dass das Interesse an unserer Region groß ist und auch überregional wächst“, so Gerlach. Alles was im Bereich Tourismus gemacht werde, sei nicht nur für Touristen, sondern erhöhe auch die Lebensqualität vor Ort, betont die Bürgermeisterin.

Der Vertrag mit dem Zweckverband TWW sieht konkrete Leistungen vor. So soll zum Beispiel die Altbeschilderung am Weser-Radweg zurückgebaut werden. Auch die Altbeschilderung und Zielwegweiser an den Wanderwegen soll überprüft und bereinigt werden. Ausgewählte Rundwanderwege sollen zudem nach den Standards des Deutschen Wanderverbandes für eine Zertifizierung hergerichtet werden.

„Mit dem Wanderweg XW haben wir einen der Topwanderwege Deutschlands direkt vor der Haustür“, hebt Matthias Gräbner, Geschäftsführer des TWW, den Wert des Wanderwegenetzes in Porta Westfalica hervor. Ziel sei es, noch zwei bis drei kurze Qualitätsrundwanderwege zu zertifizieren, um das Wanderwegenetz weiter zu profilieren.

Ein weiteres Projekt sind die Gästeführungen am Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Hier gilt es, das Rahmenkonzept zu aktualisieren sowie Kooperationsvereinbarungen zu verschiedenen Führungsangeboten zu schließen. Die Gästeführungen sind ein stark wachsendes Angebot. Wurden zu Beginn der Kooperation mit dem TWW in 2015 noch 236 Führungen gebucht, waren es in 2018 bereits 3.239 und 2019 sogar 7.146. Pandemiebedingt brachen die Buchungen 2020 auf 377 ein. Für 2021 rechnet Matthias Gräbner mit einer deutlichen Erholung der Zahlen. „Allein die wachsenden Anfragen zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal und daraus resultierenden Buchungen sind natürlich ein erheblicher Arbeitsaufwand, der von unseren Kräften in der Tourist-Information in Rinteln geleistet wird“, erklärt Gräbner. Öffentliche Führungen am Denkmal spielen übrigens keine besonders große Rolle. Den über 7.000 gebuchten Führungen standen 2019 nicht einmal 30 Teilnehmer an öffentlichen Führungen gegenüber.

Für die aus dem Dienstleistungsvertrag anstehenden Arbeiten hat der TWW ein Projektbüro im i-Punkt in Hausberge eingerichtet. Damit wird dem Wunsch der Portaner Politik Rechnung getragen, dass die Arbeit für Porta Westfalica auch in Porta Westfalica geleistet werden sollte. Eine Beratung von Besucherinnen und Besuchern im i-Punkt durch den TWW ist jedoch nicht vorgesehen. Diese wird bis auf Weiteres montags bis freitags von 15.00 bis 18.00 Uhr durch städtische Mitarbeiterinnen angeboten. Allerdings wird es Aufgabe des TWW sein, das Angebot in Hausberge zu überprüfen. „Der Service für Touristen und Gäste soll durch eine bedarfsgerechte Anlaufstelle für Besucher vor Ort weiter verbessert werden“, beschreibt die Stadtverwaltung den Auftrag. Dahinter steht auch die Frage, ob ein i-Punkt an dieser Stelle überhaupt bedarfsgerecht sein kann oder ob ein anderer Standort oder gar der Ausbau digitaler Informationsangebote den Bedarf besser abdecken würde. Immerhin nutzten 2019 gerade einmal knapp 460 Besucherinnen und Besucher den i-Punkt, während die Infoterminals rund 17.000 mal genutzt wurden.

Zu den Aufgaben des TWW gehört es außerdem, die Stadt und die politischen Gremien bei der touristischen Weiterentwicklung zu unterstützen. So soll ein Strategiepapier aus 2014 mit den Ergebnissen eines Tourismusworkshops aus März 2021 fortgeschrieben werden. „Übergang von der Ideenschmiede zur Umsetzung“, nennt Matthias Gräbner diese Aufgabe. Ideen gab es bei dem Workshop viele, wenngleich die meisten nicht neu waren. Sie reichten von der Verbesserung von Wanderwegen über die Errichtung eines Kletterparks, einer Seil- und einer Rodelbahn bis hin zur Nutzung des Blauen Sees auf dem Jakobsberg. Was von alledem überhaupt umgesetzt werden kann und soll, wird politisch diskutiert werden müssen und letztendlich auch von finanziellen Möglichkeiten abhängen. Bis Ende des Jahres solle ein diskussionsfertiges Konzept stehen, das darüber Aufschluss gäbe, welche Handlungsschwerpunkte bis 2023 abgearbeitet werden sollen, stellte der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing, Karl-Erich Schmeding, im Rahmen der Vertragsunterzeichnung einen ambitionierten Zeitplan auf.

Mehr Gäste, weniger Übernachtungen

Ein Tagestourist gibt etwa 23 Euro in Porta Westfalica aus, ein Übernachtungsgast sogar mehr als 135 Euro pro Tag. Dieses Geld fließt in lokaleWertschöpfungsketten und sichert so zahlreiche Arbeitsplätze in Porta Westfalica, weshalb das Feld Tourismus für die Stadt besonders interessant ist. Während die Zahl der Tagestouristen insbesondere nach der Sanierung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals stark angewachsen ist, sind die Übernachtungszahlen seit Jahren rückläufig. Lag die Zahl der Übernachtungen 2010 noch bei rund 80.000, wurden 2019 nur noch knapp über 46.000 gezählt, wobei nur Beherbergungsbetriebe ab zehn Schlafgelegenheiten sowie Campingplätze ab 10 Stellplätzen statistisch erfasst werden. Gerade im Bereich der Hotels hat Porta Westfalica mit den Schließungen des Hotels Kaiserhof 2011, des Landhauses Edler sowie des ehemaligen Porta Berghotels 2015 einige Verluste hinnehmen müssen. „Porta Westfalica hat ein Angebotsproblem, kein Nachfrageproblem“, macht Matthias Gräbner deutlich. Positiv sei die Erweiterung des Hotels Weserschiffchen 2016 gewesen. Optimistisch blickt er auch auf den Campingpark Großer Weserbogen. „Da entsteht was Tolles“, sagt er mit Blick auf den neuen Betreiber Meyer zu Bentrup.

! Touristikzentrum Westliches Weserbergland

Das Touristikzentrum Westliches Weserbergland umfasst die ortschaften Rinteln, Hessisch Oldendorf, Porta Westfalica, Emmerthal, Aerzen und Auetal. Porta Westfalica ist seit Januar 2015 Mitglied im TWW. Die Kosten für die Integration in den Verband übernahm damals der Marketingverein Idee pro Porta e.V. Zusätzlich zu den Leistungen, die sich aus der Mitgliedschaft ergeben, investiert die Stadt seit 2018 in eine Fachkraft für Tourismus. Ursprünglich war das Engagement auf zwei Jahre ausgelegt.

 

! Weitere Informationen zum Download

Strategiepapier aus 2014

Ergebnisse des Tourismusworkshops aus März 2021

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